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i>KUB e.V. • Albrechtstrasse 7 • 12165 Berlin-Steglitz • Telefon 030.260.314.55

 
i>Geschichte

 

Geschichte des KUB

 
Die Anfänge
Als der KUB im Jahr 1983 erstmals seine Pforten öffnete, um Menschen in den Abend- und Nachtstunden ein Gespräch zu bieten, war das anderswo in West-Berlin noch kaum möglich.
Viele der Einrichtungen des gemeindepsychiatrischen Netzes, die uns heute als Selbstverständlichkeit erscheinen, gab es einfach noch nicht oder sie steckten damals noch in den Kinderschuhen, einige waren auch noch nicht mal „erfunden“.
Auf der einen Seite gab es die psychiatrischen Kliniken, die damals oft wohnortfern in Außenbezirken lagen. Als Einrichtungen mit teils mehr als 1000 Betten glichen sie einem eigenen Universum, das oft wenig Berührungspunkte und Austausch mit der Welt draußen, der sie umgebenden Stadt hatte.
Auf der anderen Seite fanden sich die niedergelassenen Psychiater und zunehmend auch Psychotherapeuten, die zwar wohnortnah über die Stadt verteilt waren, aber doch nur sehr eingeschränkte Sprechzeiten hatten. Abends, am Wochenende oder wenn sie selbst einmal in Urlaub fuhren, konnten sie ihre Klienten nur auf die Kliniken verweisen, die dafür nicht der richtige Ansprechpartner waren. Auch die bezirklichen Gesundheitsämter und die ihnen angeschlossenen Sozialpsychiatrischen Dienste stellten aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten keine Alternative dar, wenn man abends eine Krise hatte und einen Ansprechpartner benötigte.
Viele therapeutisch und gemeindepsychologisch Tätigen waren mit der Situation unzufrieden.
Es war eine Zeit gesellschaftlicher Aufbruchstimmung, in der vielerorts und auf vielen Feldern sich engagierte Menschen zusammentaten, um z.B. eine Bürgerinitiative zu gründen, um somit einem gemeinsamen Anliegen Gehör in der Politik zu verschaffen.

Das KommRum ( www.kommrum.de ) eine der ersten Kontakt- und Beratungsstellen, und andere Therapie- und Selbsthilfeprojekte gehörten zu den damaligen Gründungsmitgliedern des KUB.
Es war die Zeit der Selbsthilfe und Eigenleistung und dementsprechend erfolgte eine Finanzierung aus dem „Selbsthilfetopf“, den der damalige Senat eingerichtet hatte. Zunächst langsam, dennoch stetig begann die Anerkennung dieser neuen Form der ambulanten Krisenintervention auch in den bereits etablierten Einrichtungen und in der damaligen Senatsverwaltung für Gesundheit zu wachsen. Seit Mitte der 80er Jahre wurde die Finanzierung über Zuwendungsmittel sichergestellt, so dass der KUB sich in bescheidenem Umfang vergrößern und seine Öffnungszeiten neben den Wochenend-Nächten auf die Abendstunden aller Wochentage ausdehnen konnte.
Im Schöneberger Kiez war längst eine Ladenwohnung gefunden, die einen niedrigschwelligen Zugang ermöglichte und der KUB begriff sich als ein innovativer Bestandteil der im Aufbruch begriffenen gemeindepsychiatrischen Versorgung.


Der Berliner Krisendienst
Auch an anderen Stellen in der Stadt waren ambulante regionale Krisendienste entstanden, im Wedding die „Krisenambulanz“ des Trägers k b s e.V. und in Charlottenburg der „Psychiatrische Notdienst“, der bald von der Platane 19 e.V. als Träger betrieben wurde. Erst nach dem Mauerfall war im Westteil der Stadt wahrnehmbar, dass sich auch im Osten, nämlich in Hohenschönhausen das „Krisenhaus Manetstr.“ mit einem ähnlichen Ansatz der Krisenarbeit entwickelt hatte.
Mit diesen Trägern und anderen bis dahin an der Krisenversorgung Beteiligten begannen wir ab 1996, als das Psychiatrie-Entwicklungs-Programm (PEP) erschienen war, in enger Kooperation mit der Senatsverwaltung für Gesundheit den Berliner Krisendienst www.berliner-krisendienst.de zu konzipieren, den wir gemeinsam mit fünf anderen Trägervereinen dann 1999 berlinweit umsetzen konnten.


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Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.
Viele der Gründungsideen des KUB, wie z.B. die Niedrigschwelligkeit, den Wunsch nach Anonymität zu respektieren, die Wohnortnähe aber auch die „Amtsferne“ gehören nun auch zu den Arbeitsprinzipien des Berliner Krisendienstes. Auf der Basis dieses eigenständigen Profils kooperieren wir viel enger als in den Gründungsjahren mit den Sozialpsychiatrischen Diensten, den psychiatrischen Abteilungen der Krankenhäuser und allen Einrichtungen der gemeindepsychiatrischen Versorgung sowie mit Polizei und Feuerwehr auf dem wichtigen Gebiet der Notfalleinsätze.